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Laser-Kunststoffschweißen - Konturschweißen

Beim Laser-Transmission-Schweißen wird ein transparentes Deckmaterial auf eine absorbierende Grundplatte gedrückt. Der Laserstrahl durchdringt das transparente Material und bringt das absorbierende Material in die Schmelze. Die Schmelze dehnt sich etwas aus und benetzt das transparente Deckmaterial. Der Laserkopf wird mit einer Robotik entlang der Kontur geführt und erzeugt eine gleichmäßige Schweißnaht. 

Die wichtigsten Voraussetzungen für das Laser-Kunststoffschweißen:

  1. Die beiden Komponenten müssen Thermoplaste und chemisch gleich oder sehr ähnlich sein, ansonsten beruht die Haftung nur auf einer Verzahnung der Komponenten - Tabelle für mögliche Materialkombinationen
  2. Das transparente Material kann auch milchig ( glasfaserverstärkt ) sein. Streuung des Laserlichtes macht den Schweißprozess nicht unmöglich.
  3. Das transparente Material kann auch mit speziellen Pigmenten ausgerüstet sein, die eine farbige oder schwarze Wirkung hervorrufen, aber für den Laser transparent sind.
  4. Nur eine exakte Temperaturführung mit LASCON® ergibt zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse

Die Vorteile

  • Keine Wartezeiten wie beim Kleben
  • Keine Dosierprobleme wie beim Kleben
  • Exakte Prozessführung mit Online-Überwachung
  • Kurze Prozesszeiten – Hoher Produktionstakt

Simultanschweißen

Ziel beim Simultanschweißen ist, anstatt eine Kontur über eine Robotik abzufahren, die ganze Kontur quasi mit einem Laserschuss zu verschweißen. Dazu gibt es verschiedene Verfahren:

  1. In einfachen Fällen kann die Kontur über eine Strahlformung erzeugt werden (Ringoptik)
  2. Der Laserstrahl wird mit einem Scanner schnell und wiederkehrend über die Naht geführt, sodass die Naht als Ganze in den Schmelzzustand gebracht wird.